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Bulgariens Fußball steckt in einer tiefen Krise

Die goldenen Zeiten der ungarischen Fußballnationalmannschaft scheinen lange vorbei zu sein. Zuletzt konnte sich Bulgarien im Jahr 1994 für eine Fußball WM qualifizieren. 1994 fand die FIFA Fußball Weltmeisterschaft in den USA statt. Bei diesem Turnier konnten die bulgarischen Fußballer rund um die ehemaligen Topstars Hristo Stoichkov, Krassimir Balakov und Jordan Letschkow überzeugen und sogar den Titelverteidiger und haushohen Favoriten aus Deutschland im Viertelfinale ausschalten. Dies war eine riesige Sensation für den internationalen Fußball.

 

Die Nationalmannschaft des damaligen Trainers Berti Vogts unterschätzte die Bulgaren auf ganzer Linie und schied letztendlich zurecht bereits im Viertelfinale aus, nachdem auch die vorherigen spiele alles andere als überzeugend bestritten wurden. Nach dieser riesigen hairsensation und dem vierten Platz bei der Fußballweltmeisterschaft in den USA, ging es für den bulgarischen Fußball allerdings rasant bergab.

 

Korruptionsvorwürfe, eine schlechte Jugendförderung und eine schwache bulgarische Liga trugen dazu bei, dass der Fußball in Bulgarien nahezu zum Erliegen gekommen ist. Auch die Qualifikationsspiele zur Fußball-Europameisterschaft 2020 konnte die bulgarische Fußballnationalmannschaft nicht erfolgreich bestreiten und verpasste abermals das ersehnte EM Ticket. Trotzdem gibt es für die bulgarischen Fußballfans noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Bulgarien hat durch die Playoff Spiele nach wie vor die Möglichkeit, sich für die EM zu qualifizieren. Es bedarf allerdings einer großen Leistungssteigerung, um diesen letzten Strohhalm wirklich noch ergreifen zu können.

 

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Der Rassismus-Skandal im bulgarischen Fußball

Die EM Qualifikationsspiele der bulgarischen Fußballnationalmannschaft wurden zuletzt von einem abstoßenden Rassismus-Skandal überschattet. Die abscheulichen Szenen ereigneten sich am 14. Oktober 2019, als die bulgarische Fußballnationalmannschaft in Sofia, das Nationalteam aus England empfing. Bereits in der Anfangsphase war zu erkennen, dass Bulgarien den Engländern nichts entgegenzusetzen hatte und letztendlich auch verdient mit 0-6 vor eigenem Publikum verlor.

 

Während des Spiels kam es seitens der bulgarischen Zuschauer allerdings immer wieder zu “Affenlauten”, wenn farbige Spieler der Engländer am Ball waren. Dies führte dazu, dass die Begegnung insgesamt zweimal unterbrochen werden musste und letztendlich kurz vor dem Abbruch stand. Nach dem Spiel soll es in Sofia zu einigen Festnahmen vermeintlicher Täter gekommen sein.

 

Der bulgarische Fußballverband wurde daraufhin zu einer Geldstrafe von insgesamt 85.000 € verurteilt. Weiterhin müssen die nächsten zwei Heimspiele der bulgarischen Fußballnationalmannschaft vor leeren Rängen ausgetragen werden.

 

Daraufhin legte auch der bulgarische Verbandspräsident Borisslaw Michailow sein Amt nieder. Zu derart unschönen Zwischenfällen kam es bei Spielen der Bulgaren in der Vergangenheit bereits öfters. Bulgarien hatte sich außerdem auch mit seiner Landeshauptstadt Sofia als Austragungsort für die Spiele der Europameisterschaft 2020 beworben. Bulgarien wurde allerdings nicht berücksichtigt.

Krassimir Balakovs gescheiterte Mission als bulgarischer Nationaltrainer

Der Name Krassimir Balakov wird vielen deutschen Fußballfans und besonders den Anhängern des VfB Stuttgart noch in guter Erinnerung geblieben sein. Mitte der 90er Jahre bildete Balakov gemeinsam mit seinen Teamkollegen Giovanne Elber und Fredi Bobic das magische Dreieck des VfB Stuttgart.

 

Nach seiner aktiven Karriere als Fußballprofi übernahm Balakov einige Positionen als Cheftrainer und Co-Trainer in verschiedenen europäischen Vereinen, bevor er am 01.06.2019, bulgarischer Nationaltrainer wurde. Die Euphorie der bulgarischen Fußballfans holt um die Verpflichtung Balakov war zunächst groß. Viele Erinnerungen an die goldene Generation des bulgarischen Fußballs aus den 90er Jahren erwachten.

 

Als Trainer der bulgarischen Fußballnationalmannschaft hatte Krassimir Balakov die klare Zielvorgabe gesetzt bekommen, das Team zur Europameisterschaft 2020 zu führen. Der Start in die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft verlief allerdings alles andere als positiv. Selbst gegen die vermeintlich schwächeren Gegner konnten keine Siege errungen werden, sodass ich schon relativ früh abzeichnete, dass die Qualifikation zur EM ein weiteres Mal misslingen sollte.

 

Sein letztes Spiel als bulgarischer Nationaltrainer absolvierte Balakov beim Heimspiel der Bulgaren gegen England, welches mit 0-6 verloren ging und von rassistischen Äußerungen der bulgarischen Zuschauer überschattet wurde. Im Anschluss an dieses Spiel gab Balakov an, von diesen Vorfällen nichts mitbekommen zu haben. Nur vier Tage später trat Krassimir Balakov nach nur wenigen Monaten als bulgarischer Nationaltrainer von seinem Amt zurück.

 

 

 
   

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