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Trennwand einfach selber bauen: So geht´s

Ein Zimmer oder ein Büro durch eine Trennwand teilen oder einen Raumteiler errichten - wie kompliziert ist das eigentlich? Braucht es unbedingt einen Fachmann oder kann der Heimwerker das auch in Eigenregie bewältigen? In folgender Schritt-für-Schritt-Anleitung wird aufgezeigt, wie eine Trennwand einfach selber gebaut werden kann.

Welche Voraussetzung sollten geschaffen werden?

Wichtige Voraussetzungen, um eine Trennwand selber zu bauen, sind ein ebener Boden und ein geeigneter Bodenbelag. Geeignete Bodenbeläge für eine Gipskarton-Trennwand können Beton-, Holz- und auch Teppichböden sein.
Vor Baubeginn müssen folgende Materialien und Werkzeuge besorgt werden:

 

- Rigipsplatten bzw. Gipskartonplatten
- UW-Profile
- CW- Profile
- Türsturzprofil (falls eine Tür in der Trennwand geplant ist)
- selbstklebende Anschlussdichtungen aus Filz
- Gewebeband, Spachtelmasse, Schleifgitter
- Wasserwaage, Schnellbauschrauben für Trockenbauwände, Spachtel und Cuttermesser, Kantenhobel, Eimer, Quirl, eine Schlagschnur, Blechschere

 

Außerdem sollten vor Baubeginn der Bedarf und die Anzahl der jeweiligen Profile ermittelt werden. Als Berechnungsgrundlage nutzt man am besten die Breite der Rigipsplatten und errechnet anhand dieser den Bedarf an Platten und Profilen für die zu bebauende Fläche.

Welche Trennwandsysteme gibt es?

Es gibt eine Reihe verschiedener Trennwandsysteme wie Holztrennwände, Acrylglaswände für Büros oder fertig bedruckte Gipskartonplatten. Die einfachste und gängigste Methode für den Heimwerker ist jedoch nach wie vor die Trennwand mit Ständerwerkprofilen und Rigips- bzw. Gipskartonplatten. Diese sind leicht zu bearbeiten, entsprechen den Brandschutzbestimmungen und lassen sich im Anschluss wunderbar dekorativ gestalten.

Was sind Trennwandplatten?

Trennwandplatten sind sogenannte Gipskartonplatten bzw. Rigipsplatten. So eine Rigips-Trennwand besteht im Kern aus Gips und ist beidseitig mit einer Kartonschicht überzogen. Für den Bau von Rigips-Trennwänden werden Platten in den Standardmaßen von 12,5 mm empfohlen. Weitere Informationen zum Thema gibt es übrigens auch hier.

Wie wird eine Tür integriert?

Um eine Trennwand mit Tür zu bauen, wird zusätzlich zu den oben genannten Materialien ein entsprechendes Türsturzprofil benötigt.


Design ohne Titel (1).png

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

1.) Zuerst muss überlegt werden, wo die Trennwand hingesetzt werden soll. Dann wird die Grundlinie auf dem Boden mit der Schlagschnur gekennzeichnet. Dazu fixiert man am Anfangspunkt der vorgesehenen Trennwand den Faden der Schlagschnur mit einem Nagel und zieht diese dann bis ans Ende. Nun zupft man kurz an der Schnur und markiert dadurch die Grundlinie auf dem Boden. Danach wird der selbstklebende Filz auf den UW-Profilen befestigt, um so den Schallschutz zu gewährleisten. So wird mit allen Profilen, welche an den Wänden anliegen, verfahren.

 

2.) Im Anschluss wird das erste Bodenprofil an der Grundlinie angelegt. Durch das Profil werden Löcher in den Boden gebohrt, um es dann mittels passenden Dübeln und Schrauben mit dem Boden zu verbinden. Welche Schrauben und  Dübel verwendet werden, hängt vom Material des Bodens ab.

 

3.) Nachdem das Bodenprofil mit dem Boden verbunden ist, folgt die Montage der seitlichen CW-Profile. Diese werden mit einer Wasserwaage exakt ausgerichtet. Auch hier werden Löcher durch das Profil in die Wand gebohrt, um es dann mittels entsprechender Schrauben und Dübel mit der Wand zu verbinden.


Danach kann mit der Montage des Deckenprofils begonnen werden, wobei man hier Schritt für Schritt vorgeht, sprich wie bei den Boden- und Wandprofilen.

 

Für den Einbau einer Tür, verwendet man das Türsturzprofil. Möglich wäre auch, verstärkte Seitenprofile einzusetzen, nämlich bei der Verwendung einer Schiebetür.

 

4.) Im Abstand der Plattenbreite werden weitere CW-Profile zwischen das Boden- und Deckenprofil eingesetzt, um die Trennwand stabil zu machen. Bei einer Plattenbreite von 60 cm  wird ein Abstand von 60 cm gewählt. Für die breiteren Platten von 125 cm wählt man 62,5 cm, um die breiteren Platten zusätzlich in der Mitte fixieren zu können. Damit ist das Ständerwerk abgeschlossen.

 

Die Platten sollten grundsätzlich senkrecht und raumhoch verlegt werden. Der Zuschnitt der Platten gestaltet sich relativ einfach. Nachdem die Platten ausgemessen wurden, wird die Wasserwaage angelegt und mit dem Cuttermesser ein entsprechender Schnitt durchgeführt. Dann wird die Platte leicht angehoben und entlang des Schnittes gebrochen. Auf der Rückseite wird der Karton mit dem Cuttermesser abgeschnitten.

 

Um später das Fugenmaterial vernünftig einbringen zu können, werden die Schnittkanten mit einem Kantenhobel angefast. Bevor die erste Platte angeschraubt wird, legt man 4 mm dicke Keile unter die Platten am Boden entlang, um die Platte beim Anschrauben darauf abzustellen. Mit den Trockenbauschrauben wird die Platte mit dem CW-Wandprofil verbunden. Dabei sollten die Schrauben vollständig in der Platte versenkt werden, um sie später sauber verspachteln zu können.

 

5.) Ist eine Seite der Plattenmontage abgeschlossen, können die Matten für die Dämmung zwischen die CW-Profile eingebracht werden. Anschließend werden auch auf dieser Seite die Gipskartonplatten montiert.

 

6.) Zuletzt werden die Fugen und die Bereiche mit den Schnellbauschrauben verspachtelt. Die Spachtelmasse wird mithilfe eines Quirls in einem Eimer Wasser entsprechend der Anleitung angerührt. Die Fugen sind vor dem verspachteln mit einem Pinsel leicht anzufeuchten. Anschließend wird das Gewebeband über die Fugen geklebt. Dann wird nochmals verspachtelt. Überstehende Spachtelgrate werden entfernt. Danach wird nachgespachtelt und geschliffen.  Zum Schluss kann die Wand nach Bedarf gestaltet werden.

 

 
   

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